Freunde von Sabeel Deutschland e.V.
Sabeel Weihnachtbotschaft 2018 "Fürchtet Euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird." (Lukas 2:10.) Liebe Freunde, Wenn wir auf 2018 zurückblicken sehen wir, dass es ein sehr schwieriges Jahr in Palästina gewesen ist. Es war ein anderes Jahr, in dem Flüchtlingen Rechte versagt wurden, und ein anderes Jahr der Besatzung in Gaza, der Westbank, einschließlich Ostjerusalems. Es hat weiter Gewalt von jüdischen Siedlern, Hauszerstörungen, beliebige Festnahmen und Verhaftungen, Raub von Bodenschätzen und Einschränkung der Bewegung gegeben. Während dies nicht neue Maße der Besatzung sind, ist die Situation durch mehrere politischen Entscheidungen verschlimmert worden. Diese schließen die Ratifizierung des „Gesetz der Nation“ durch das israelische Parlament, den amerikanischen Entschluss ihre Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, und die reduzierte UN Hilfe für palästinensische Flüchtlinge. Obwohl wir um den Verlust von Leben klagen und für alle beten die verwundet worden sind, feiern wir dieses Weihnachten mit Hoffnung und Freude. Eine Quelle der Hoffnung ist hauptsächlich die gewaltlose palästinensische Antwort, trotz der sich verschlechternden Situation. Der „Marsch der Rückkehr“ der Bevölkerung Gazas allen Alters geht seit März weiter, die jeden Freitag nach dem Mittagsgebet mit Demonstrationen für Gerechtigkeit und für das Recht zu kämpfen, um zu ihren Dörfern zurückkehren zu können. Verschiedene Dörfer in Palästina und Israel setzen auch regelmäßig ihren gewaltlosen Kampf gegen die Schikanen und Unterdrückung der israelischen Streitkräfte fort. Die Beduinen von Khan al-Ahmar (im besetzten Palästina) und al-' Araqib (in Israel), zusammen mit Palästinensern, israelischen Aktivisten und internationalen Anhängern, blieben standhaft in Anbetracht der gegenüber stehenden israelischen Streitkräften, die entschlossen sind sie zu entfernen. Es gibt uns auch Hoffnung zu sehen, dass gewaltloser Widerstand mehr eine Verpflichtung geworden ist, für beide, die palästinensische politische Führung und noch wichtiger für die einheimische Bevölkerung. Wir sind hoffnungsvoll, obwohl die Völkergemeinschaft mit der Umsetzung seiner Resolutionen weiter scheitert, aufgrund der quertreibende Politik der USA. Wir sind hoffnungsvoll, weil wir wissen, dass Gott nicht erlaubt, dass Ungerechtigkeit und Unterdrückung immer dauern. Deshalb bleiben wir Palästinenser zu gewaltloser direkter Aktion entschlossen. Wir bleiben in unserem Land standhaft, in unseren Überzeugungen und in Hoffnung zu sein, - dies ist die Bedeutung von Sumud. Für uns palästinensische Christen kommt unsere Hoffnung und unsere Freude durch die Geschichte von Jesus Christus, der in Bethlehem geboren wurde. Wir wissen, dass zwei Gruppen von Menschen kamen um das Christus Kind zu besuchen, nachdem er geboren wurde. Zuerst kamen die Hirten. Dies waren Einheimische, die aus dem Gebiet Bethlehem-Beit Sahour kamen und für uns stellen sie die palästinensischen Bevölkerungen heute dar, wovon viele Christus folgten und seine Jünger wurden. Die zweite Gruppe von Besuchern waren Ausländer aus fernen Ländern. Diese Magier stellen für uns die dar, die von rund um die Welt nach Bethlehem kommen, um wie die einst bekannten so wunderbaren Weisen, ihre Huldigung an den starken Gott, immer währenden Vater zu erweisen und dem Friedenfürst zu geben. In der Tat, zu dieser Gruppe zählt Ihr, unsere Sabeel Familie von rund um den Globus, die weiter hoffen, beten, und um der Gerechtigkeit und des Friedens Gottes Willen mit uns in Palästina und Israel sich zu engagieren. Natürlich ist es heute nicht so leicht Bethlehem zu besuchen, ob Sie von nah oder fern kommen. Bethlehem ist unter der Besatzung. Es ist ein fester Bestandteil des besetzten Palästinas. Palästina ist seit über ein halbes Jahrhundert illegal von der israelischen Armee besetzt. In Übertretung des internationalen Rechts hat Israel eine Mauer um die Stadt herum gebaut. Es hat Kontrollpunkte mit israelischen Soldaten eingerichtet um die Ein- und Ausgänge zu kontrollieren, die den Magiern den Eintritt verwehren würden, wenn sie versuchten Jesus heute zu besuchen. Aber nach einem halben Jahrhundert der illegalen Besatzung schreien wir Palästinenser unsere Hoffnung auf Gerechtigkeit, Frieden und Befreiung heraus. Sogar wenn die Situation sich zu verschlechtern scheint und die Nacht zu dunkel und zu lang scheint, erinnern wir uns daran, dass die Weihnachtsgeschichte die Liebe Gottes zur Welt ist. Es ist eine Geschichte der Liebe, die ausgehend, ausfließend, bedingungslos und aufopfernd ist. Wir sehen diese gleiche Liebe zur Gerechtigkeit in dem gewaltlosen Widerstand des großen „Marsches der Rückkehr“ und im gewaltlosen Widerstand des Khans al-Ahmar. Wir sehen diese gleiche Liebe in der direkten Tat und dem direkten Gebet von so vielen von Euch, rund um die Welt. Wir sehen diese gleiche Liebe, wenn Länder mutig genug sind, um für Palästina zu sprechen und Gerechtigkeit fordern. Wir wissen, dass, wo die Liebe gefunden wird, Gerechtigkeit praktiziert wird und Befreiung und Frieden nicht weit entfernt ist. Die Herausforderung dieses Weihnachten ist: Dass unser palästinensisches Volk ihren gewaltlosen Kampf fortsetzt. Damit die israelische Führung und alle Juden mit einem Gewissen den Schrei der unterdrückten Palästinenser hören, um auf der Basis des internationalen Rechts für ihre Befreiung zu arbeiten. Damit alle unsere Freunde und Menschen rund um die Welt aktiv werden, um Frieden entsprechend des internationalen Rechts zu bauen. Deshalb feiern wir die Geburt des Friedefürst, wir bitten alle Menschen guten Willens aufzustehen, sich jetzt zusammen für Gerechtigkeit und durch Sabeels Kumi Initiative und neben unserer palästinensischen Bevölkerung, der Israelischen und internationalen Freunde, mit anderen die Liebe und den Frieden zu teilen, die Hoffnung und Freude dieser Weihnachtszeit. (Für mehr Information: www.kuminow.com. ) Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr! Rev. Naim Ateek Vorsitzender des Sabeel Vorstandes, Jerusalems 6. Dezember 2018