Freunde von Sabeel Deutschland e.V.
Palästina
Palästina   war   ursprünglich   der   Name   einer      Provinz   des   Römischen   Reichs    und   leitet   sich   von   der   Volksgruppe   der   Philister   her,   die   schon   im Alten   Testament   als   Bewohner   der   Region   beschrieben   werden.   Sie   wurde   in   den   Jahren   193   und   194   in   einem   Teil   der   damaligen   Provinz Syria Palästina eingerichtet. Der Name der Provinz wurde zur Bezeichnung der ganzen Region. Um 395 wurde Palästina in drei Teile geteilt. In   den   Jahren   614   bis   628   waren   alle   Teile   Palästinas   von   den   Sasaniden   besetzt.   Nach   dem   Sieg   des   Byzantinischen   Reiches      bis   zum Eindringen der Araber ist das Schicksal der Region unklar. Über    Jahrhunderte    lebten    Juden,    Christen    und    Muslime    bis    zum    Ende    des    Osmanischen    Reiches    in    Palästina    zusammen.    Mit    dem Aufkommen des Zionismus kamen vermehrt jüdische Siedler nach Palästina. Seit   68   Jahren   erleben   die   Palästinenser   eine   Politik   der   Vertreibung   und   Ausgrenzung   sowie   Kriegen.   Die   Besetzung   durch   das   israelische Militär,    der    Bau    von    Siedlungen    und    Siedlerstraßen,    von    Mauern    und    Grenzzäunen    verhindert    zunehmend    einen    lebensfähigen palästinensischen Staat. Seit numehr 49 Jahren ist die Westbank von Israel bestzt und Gaza von Israel isoliert. 2009   haben   palästinensische   Christen   das   Kairos-Palästina-Dokument   -   „Die   Stunde   der   Wahrheit   –   ein   Wort   des   Glaubens,   der   Liebe   und   der Hoffnung   aus   der   Mitte   des   Leidens   der   Palästinenserinnen   und   Palästinenser“   verfasst.   In   diesem   ökumenischen   Dokument   erklären   sie, dass   die   militärische   Besatzung   des   Landes   eine   Sünde   gegen   Gott   und   die   Menschheit   ist   und   jede   Theologie,   die   die   Besetzung   legitimiert, weit   entfernt   ist   von   christlicher   Lehre.   Wahre   christliche   Theologie   sei   eine   Theologie   von   Liebe   und   Solidarität   mit   den   Unterdrückten,   ein   Ruf zur Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Menschen. So   wie   Israel   anerkannt   ist,   muss   auch   Palästina   als   Staat   anerkannt   werden,   damit   es   in   einem   lebensfähigen   Territorium   und   sicheren Grenzen   existieren   kann.   Da   allerdings   durch   israelische   Besatzung   die   Voraussetzungen   für   einen   lebensfähigen   palästinensischen   Staat   so gut   wie   nicht   mehr   gegeben   sind,   bleibt   möglicherweise   nur   die   Option   für   einen   gemeinsamen   demokratischen   Staat   Israel/Palästina   übrig, der   die   Menschen re chte   und   Sicherheit   für   alle   garantiert.   Es   muss   alles   getan   werden,   um   die   Abwanderung   auch   von   Christen   zu   stoppen. Was wäre das Land der ersten Christenheit ohne die einheimischen palästinensischen Christen!